Warum sollte ich ein Pferdegestütztes Coaching auswählen?

Dein Pferd ist der Spiegel deiner Seele. Manchmal gefällt dir nicht was du darin siehst, manchmal aber doch.“

– Buck Brannaman

Authentizität

Pferde sind Beutetiere und darauf angewiesen ihr Gegenüber schnell einschätzen zu können. Deshalb besitzen sie ein sehr feines Gespür für Echtheit und erkennen wann ihr Gegenüber authentisch ist.

Auch die Pferde selbst sind authentisch und werden uns immer ein ehrliches und direktes Feedback mitgeben. Sie werden uns niemals bewerten, denn sie sehen uns als einen Menschen, unabhängig vom Aussehen, Behinderung, Alter, sozialer Status etc. Sie nehmen uns ohne Vorurteile an und schenken uns ihre vollkommene Wertschätzung.

Durch diese Authentizität kann das Feedback von uns besser angenommen werden. Denn die Ablehnung eines Pferdes ist eine unmittelbare Reaktion auf unser gezeigtes Verhalten und hinterlässt keine Kränkung auf der persönlichen Ebenen. Wenn ich, als Coach dieses menschliche Verhalten korrigiere, zeigt das Pferd ein positives Feedback und verstärkt dadurch den Lernprozess.

Kommunikation

Die Pferde verwenden eine analoge Kommunikation, eine essentielle Kommunikationsstrategie zwischen Mensch und Pferd, welche nonverbal geschieht. Diese gemeinsame Sprache von Mensch und Pferd bewegt sich auf einer archaischen Ebenen, die ohne verbale Kommunikation verstanden wird.

„Es ist leicht, etwas mit Worten zu beteuern, aber schwer, eine Unaufrichtigkeit auch analogisch glaubhaft zu kommunizieren. Eine Geste oder eine Mimik sagt uns mehr darüber, wie ein anderer über uns denkt, als hundert Worte.“ (Watzlawick,P./ Beavin, J./Jackson, D.: Menschliche Kommunikation- Formen, Störungen, Paradoxien. Bern: Huber Verlag. 1969. S.63)

Pferde verfügen über ein präzises und eindeutiges Ausdrucksverhalten: jede Regung, jede Reaktion, ihre Absichten und der äußere Ausdruck stimmen überein. Sie sind also kongruent in Ausdruck und Absicht. Dadurch werden keine undeutlichen Signale oder widersprüchliche Botschaften vermittelt, die den Aufbau einer stabilen Beziehung zwischen Coachee (Kunde) und Pferd gefährden könnte. Deshalb reagieren die Pferde auch nur auf eindeutige Signale von uns und so lernen wir uns wieder klarer, eindeutiger und auch ehrlicher auszudrücken.

Spiegel der Seele

Der Mensch sieht im Teil nur zu Teil tatsächlich das Pferd. Was er außerdem findet, ist ein Abbild seiner eigenen inneren Landschaft, eine Projektion seiner Seele. Der eine sieht im Pferd die Kraft, der Zweite die Schönheit, der dritte die Sanftheit… alles sind Aspekte des Pferdes und doch zugleich Projektionen der Kraft, der Schönheit, der Sanftheit des Betrachtenden. So begegnet der Mensch in diesem Spiegel seinem „Schatten“, gemeint sind jene Anteile seiner Persönlichkeit, die er versucht hat, ins Unbewusste zu verdrängen, und die sich nun in seiner Wahrnehmung des Pferdes oder auch in der konkreten Resonanz des Tieres offenbaren.“ (Fachgruppe Arbeit mit dem Pferd in der Psychotherapie ( Hrsg.): Psychotherapie mit dem Pferd. Bremen: Pferdesportverlag. 2008. 2. Auflage, Mehlem in Psychotherapie mit dem Pferd. 2008.S.21.)

Lern- / Konzentrationsfähigkeit und Nachhaltigkeit

Neues kann erst dann im Gehirn verankert werden, wenn es zu einer Aktivierung der emotionalen Zentren kommt. Dies führt zu einer Ausschüttung von Glückshormonen den sogenannten Endorphinen, welche für Umbauprozesse im neuronalen Netzwerk gebraucht werden.

Die Nachhaltigkeit des gelernten ergibt sich dann aus der ganzheitlichen Lernweise und den damit verbundenen emotionalen Ankern.

Der pädagogische Einsatz von Pferden fördert außerdem unsere Konzentrationsfähig- und Aufmerksamkeit, um die Bedürfnisse des Pferdes richtig wahrzunehmen und gewisse Gefahrensituationen im Umgang einschätzen und vermeiden zu können.

Angst, Selbstvertrauen und -bewusstsein

Obwohl die Pferde schon seit über hunderte von Jahren von den Menschen domestiziert werden, tragen sie noch immer die Ängste eines Beutetieres in sich, dass ein Raubtier sie jederzeit von hinten angreifen könnte. Aufgrund dessen reagieren sie hoch sensibel auf neue Situationen und bewerten sie jeden Tag aufs neue.

Durch die Domestikation vom Menschen verfeinerte sich dieses ausgeprägte Wahrnehmungsvermögen auch auf uns. Die Pferde nehmen unsere allerfeinsten Körpersignale wahr und somit auch unsere noch nicht sichtbaren Konflikte.

Oft zeigen viele Coachees (Kunden) am Anfang eine Scheu im Umgang mit einem so kräftigen Wesen. Es fällt ihnen schwer zu glauben, dass sie als Laie, die Pferde mit kleinen Gesten, ihren natürlichen Fähigkeiten und entwickelten Potenziale, ohne Druck- oder Machtmittel steuern können. Das kann helfen Ängste zu überwinden und ein natürliches Selbstvertrauen und -bewusstsein aufzubauen. Die Pferde benötigen einen Mensch, der ihnen den angeborenen Fluchtimpuls nimmt und dafür müssen wir selbst sicher werden. Diese gewonnene Selbstsicherheit bewährt sich dann auch im eigenen Umgang mit seinen Ängsten.

Bei einem Pferdegestützten Coaching kommt es immer wieder zu Bewältigungs- und Erfolgserlebnisse, wodurch ihr eure Ängste überwinden könnt.

Alleine durch den Kontakt zu den Pferden produziert der Körper ein Wohlfühlhormon, welcher den Stoffwechsel reguliert, den Stresspegel sinken und Ängste sogar verschwinden lässt.