Was bedeutet das Reiten auf Lehrpferden?
Das Reiten auf Lehrpferden bezeichnet das Reiten auf speziell ausgebildeten Pferden, die gezielt dafür geschult sind, Reitschülern das richtige Reiten beizubringen. Diese Pferde werden als „Lehrpferde“ bezeichnet, weil sie durch ihre Erfahrung, Gelassenheit und Sensibilität den Reiter „unterrichten“ können.
Besondere Aspekte eines Lehrpferdes:
- Ruhiges und ausgeglichenes Temperament
Lehrpferde sind in der Regel sehr nervenstark und gelassen. Sie reagieren nicht übermäßig auf Fehler des Reiters und bleiben auch in ungewohnten Situationen ruhig. - Fehlerverzeihend, aber ehrlich
Gute Lehrpferde verzeihen kleine Fehler, zeigen aber auch, wenn der Reiter etwas falsch macht – etwa indem sie nicht sofort reagieren. So lernt der Reiter, seine Hilfen zu verbessern. - Geduld und Erfahrung
Lehrpferde sind oft viele Jahre im Schulbetrieb tätig und kennen unterschiedliche Reitertypen. Sie haben gelernt, sich auf verschiedene Menschen einzustellen. - Sicherheit und Vertrauen
Durch ihre Zuverlässigkeit geben Lehrpferde besonders Anfängern ein Gefühl von Sicherheit. Sie tragen dazu bei, Vertrauen zwischen Mensch und Pferd aufzubauen.
Bedeutung für die Ausbildung:
Das Reiten auf Lehrpferden ist ein wichtiger Schritt, um das Reiten von Grund auf zu erlernen. Es ermöglicht Reitern, in einer sicheren Umgebung Erfahrungen zu sammeln, ihre Hilfen zu verfeinern und ein Gefühl für Balance, Rhythmus und Kommunikation mit dem Pferd zu entwickeln. Diese solide Basis ist entscheidend, um später vielleicht sogar ein eigenes Pferd verantwortungsvoll halten und reiten zu können. Lehrpferde sind somit wertvolle Partner und Lehrer auf dem Weg zu einem selbstständigen Reiterleben.